AtopAbfallholz
Wichtige Rohstoffquelle für die Zellstoff- und
Papierindustrie. Abfallholz als Sägenebenprodukt fällt an bei der Pflege und
Durchforstung der Wälder (Waldholz) als Bruchholz (Kalamitätsholz). Der Anteil
Waldholz am Verbrauch von Faserholz der deutschen Zellstoff- und
Papierindustrie betrug in 2006 64,7 % = 6,869 Mill. Festmeter o.R. Holz,
Sägenebenprodukte.
Absolute Feuchtigkeit
Bei Papier versteht man unter der absoluten Feuchtigkeit die
Wassermenge in Gewichtsprozent, die im Papier vorhanden ist.
Abwässer
Abwässer sind das durch häuslichen, gewerblichen,
landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften
veränderte, und das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder
befestigten Flächen abfließende Wasser. In der deutschen Papierindustrie wird
das Abwasser, das organische und anorganische Reste enthält, mit erheblichem
Kostenaufwand gereinigt. Die Abwassermenge je Tonne Papierproduktion wurde
beträchtlich reduziert.
Abziehetikettenpapier
Spezielles Papier mit einem wasserlöslichen Strich für die
Herstellung von Abziehbildern im Offset- oder Siebdruck.
Abzugspapier
Sehr saugfähiges Naturpapier für Vervielfältigungen. Man
findet auch die Bezeichnung "Saugpost".
Adhäsiv-Papier
Mit Silicon beschichtetes Papier, das dadurch Klebstoffe
abstößt. Für Abdeckungen bei Haftpapieren, -folien und -etiketten.
Affichenpapier
Andere Bezeichnung für "Plakatpapier". Definition
nach DIN 6730 : "weißes Druckpapier, holzfrei, nassfest, vollgeleimt, auch
einseitig glatt; muss bedruckt und gefaltet im Wasser begrenzte Zeit lager bar sein, bevor es angeklebt wird."Alkalileimung
Beimengung von synthetischen Masseleimungsstoffen und
alkalischen Füllstoffen bei der Herstellung von Papier. Die so hergestellten
Papiere werden als "neutralgeleimt" bezeichnet. Harzleimung, Leimpresse, Leimungsgrad.
Altpapier
Altpapier ist der Menge nach der wichtigste Rohstoff der
Papierherstellung. Sein Anteil am gesamten Faserstoffeinsatz der Papierindustrie
lag in 2006 bei 69,3 % (Zum Vergleich: Holzstoff = 7,6 %, Zellstoff = 22,9 %).
Wegen seiner qualitativen Eigenheiten erfährt das Altpapier im Recycling
Prozess i.d.R. eine gezielte Sortierung / Veredelung, um in der
unterschiedlichen Bereichen der Papierherstellung einsetzbar. Altpapier kann
bis zu acht Mal im Recycling Prozess wiederverwendet werden bzw. zu Neupapier
auf Altpapierbasis verarbeitet werden. Definition nach DIN 6730:
"Altpapier ist der Oberbegriff für Papier, Karton und Pappe, die außerhalb
ihres Fabrikationsprozesses nach Verarbeitung oder Gebrauch erfassbar anfallen".
Altpapieraufkommen
Altpapieraufkommen ist die Menge an Altpapier, die aus dem
Inland für die Papierherstellung zur Verfügung steht. Das Altpapieraufkommen
erreicht in Deutschland rund 15,5 Millionen Tonnen jährlich.
Altpapier-Einsatzquote
Altpapier-Einsatzquote ist das Verhältnis des
Altpapierverbrauchs zur Produktion von Papier und Pappe. Bei einem
Altpapierverbrauch von rund 15,2 Millionen Tonnen in 2006 und einer Produktion
von 22,6 Millionen Tonnen erreicht die Altpapier-Einsatzquote 67,4 %.
Altpapierqualitäten
Altpapierqualitäten gibt es theoretisch mehr, als es
Papiersorten gibt. Praktisch ist es nicht möglich, alle Sorten getrennt
voneinander zu erfassen. Der Altpapiermarkt unterscheidet mehr als 40
Handelsklassen. Die kritische Stelle bei der Wiederverwertung von Altpapier ist
die Sortierung. Die gemischten Altpapiersorten, die der Papierindustrie heute
überwiegend angeboten werden, weisen die unterschiedlichsten Faserqualitäten
auf und enthalten neben den Druckfarben auch Verunreinigungen wie Kleber und
Kunststoffe. Gut sortierte, "reine" Sorten stehen in der
Qualitätsskala obenan - allen voran die überwiegend in Druckereien anfallenden
"holzfreien weißen Späne", z. B. unbedruckte Randabschnitte, die
Zellstoffe am nächsten kommen. Gemischtes Altpapier z. B. aus den Haushalten ist
dagegen weiter unten angesiedelt. Siehe Sortenliste, z.B. untere, mittlere,
bessere Sorten.
Altpapier-Rücklaufquote
Die Altpapier-Rücklaufquote ist das Verhältnis vom
Altpapieraufkommen zum Papier- und Pappeverbrauch. Bei einem Aufkommen von rund
15,5 Millionen Tonnen und einem Papier- und Pappeverbrauch von 20,8 Millionen
Tonnen in 2006 beträgt die Altpapier-Rücklaufquote in der Bundesrepublik
Deutschland mehr als 75 %.
AP-Papiere
AP-Papiere sind Papiersorten, die aus 100 % Altpapier
bestehen. Dazu zählen traditionell viele der für Verpackungszwecke bestimmten
Papier-, Karton- und Pappesorten (vor allem Wellpappenrohpapiere) sowie ein Teil
der in der Bundesrepublik erzeugten Hygienepapiere. Außerdem werden auch in
stetig steigendem Umfang Druck- und Schreibpapiere auf AP-Basis hergestellt und
so dem Umweltgedanken sowie Ressourcenschonung Rechnung getragen.
Aschegehalt
Der Aschegehalt eines Papiers gibt Auskunft über den Anteil
an Füllstoffen und Pigmenten, die neben den Faserstoffen organische
Bestandteile im Papier enthalten. Der Anteil dieser Füllstoffe kann durch
Verbrennen (Veraschen) des Papiers ermittelt werden. Deshalb "Aschegehalt".
Atro = "absolut trocken"
Maßstab für die Messung des Trockengehalts von Papier und
Zellstoff - siehe auch: lutro, otro.
Aufbereitung
Aufbereitung ist nach der Faserstoffgewinnung die erste
Stufe der eigentlichen Papierherstellung. Dabei werden zunächst die als
Halbstoffe angelieferten Faserstoffe mit viel Wasser "aufgeschwemmt",
d. h. in einen dünnen Brei verwandelt. Nach - oft mehrstufiger - Reinigung und
Mahlung des Faserbreis werden die Hilfsstoffe zugegeben. Durch eine nochmalige
Verdünnung erhält der Faserbrei dann die richtige Konsistenz (bis zu 99 Prozent
Wasser) für die Weiterverarbeitung auf der Papiermaschine. Er wird dann als
"Ganzstoff" bezeichnet.
Aufheller – siehe optische Aufheller.Ausschuss
Papier, das durch Fehler in der Papierfabrikation
ausgeschieden wurde und der erneuten Herstellung von guter Ware wieder der
Produktion zugeführt werden kann.
BtopBahnbreite
Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf
der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.
Banknotenpapier
Sehr dauerhaftes, griff- und falzfestes, für den
Mehrfarbendruck geeignetes fälschungssicheres Papier mit echten, mehrstufigen
Wasserzeichen (Schattenwasserzeichen). Die Herstellung solcher Papiere erfolgt
auf sogenannten Rundsiebmaschinen.
Biegefestigkeit (Biegekraft)
Widerstand, den ein Papier Verformungen im elastischen
Bereich entgegensetzt. Wichtig bei Faltschachteln und Etiketten (DIN 53121 oder
DIN 53123).
Bilderdruckpapier
Oberbegriff für eine Vielzahl gestrichener Papiere unterschiedlicher
Qualität, die im Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck mehrfarbig bedruckt werden
können. Gestrichene Papiere.
Bildpostkartenkarton
Bezeichnung für ein- oder beidseitig matt- oder auch
glänzend gestrichenen Karton von 180 - 300 g/m2. Auch sogenannte
gussgestrichene d.h. spiegelglänzende Kartons werden für den Druck von
Bildpostkarten eingesetzt. Gussgestrichene Papiere.
Bindemittel
Druckfarben bestehen aus Farbmitteln, Bindemitteln und
Additiven. Farbmittel sind allgemein Pigmente. Bindemittel haben vor allem
folgende Aufgaben: 1. Benetzen der Pigmente und Bilden einer feinsten Dispersion
um das Pigment verdruckbar zu machen, 2. Verankern der Pigmente auf dem
Bedruckstoff durch Trocknung der Bindemittel, 3. Bilden eines Schutzfilmes um
Pigmente vor mechanischem Abrieb zu schützen.
Blatt
Papier und Karton in ungefalztem Zustand kleiner als DIN A
3. Für Formate, die im ungefalzten Zustand größer als DIN A3 sind, wird im
allgemeinen der Ausdruck Bogen verwendet.
Blattbildung
Blattbildung ist bei der manuellen und auch maschinellen
Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff,
also die Herstellung von Papier. Langsiebpapiermaschine.
Blauer Engel
Oder auch als Umweltengel bezeichnet. Dieses Zeichen dürfen
nur geprüfte Papiere tragen, die aus 100% recycelten Altpapier bestehen. Der
Rohstoffgehalt von 51% stammt aus leicht bedrucktem Altpapier.
Bleichen
Unter Bleichen ist die Erhöhung des Weißgrades eines
Faserstoffes zur Herstellung von Papier zu verstehen. Der Bleichprozeß
ist eine Weiterführung des chemischen Aufschlusses, bei der die Abtrennung der
Zellulosebegleitstoffe vollendet wird. Denn der Zellstoff hat nach dem
chemischen Aufschluss eine gelbliche bis braune
Färbung. Das Bleichen erfolgt heute mehr und mehr ohne Chlor oder
Chlorverbindungen.
Bogen
Oberbegriff für auf Format geschnittenes Papier größer als
DIN A3. Gefalzte Bogen werden als Falzbogen bezeichnet.
Braunschliff
Eine Holzschliffart, für die hauptsächlich Kiefernholz
eingesetzt wird. Das Holz wird vor dem Schleifen gedämpft oder gekocht, um beim
Schleifvorgang die Lockerung und Herauslösung der Fasern zu erleichtern.
Breitbahn
Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der
Papierbahn geschnitten wurde. Die Laufrichtung des Bogens liegt also parallel
zur Schmalseite. Beispiel: 70 x 100 BB oder 100 x 70 cm. Schmalbahn.
Briefumschlagpapier
Einseitig glattes oder satiniertes (geglättetes),
schreibfestes weißes oder farbiges Papier mit Flächengewichten von 70-150 g/m2
(DIN 6733). Es wird in verschiedenen Qualitäten holzfrei, holzhaltig aber auch
mit hohen Anteilen an Sekundärfasern ( Recyclingpapier ) hergestellt.
Brennprobe
Um festzustellen, ob ein Karton aus mehreren geklebten Lagen
besteht, kann das Testblatt an einer Ecke angezündet werden. Die Zahl der sich
spaltenden Aschelagen gibt die Zahl der Papierlagen an.
Briefumschlag-Papier
Meist einseitig glattes, gut falzfähiges und nicht
durchscheinendes Papier in vielen Ausführungen. Zur Herstellung von
Briefumschlägen, Briefhüllen und Versandtaschen.
Bristol-Karton
Aus dem englischen (carton
Bristol) stammender Name für einen 3- und mehrlagigen
Karton. Die Ober- und Unterdecke ist holzfrei und die Einlage meist holzhaltig
(246-924g/qm). Für Preisschilder, Postkarten u.ä..
Büro-Kopierpapier
Je nach Kopiersystem sehr unterschiedliche Papiere und
Qualitäten, die teilweise auf einzelne Kopiergeräte-Typen abgestimmt sind. Im
wesentlichen unterscheidet man Naturpapier mit matter und satinierter
Oberfläche und Spezialpapier.
Bütte
Rundes oder ovales Holzgefäß, aus dem verdünnter Faserbrei,
das sogenannte Ganzzeug (Ganzstoff) manuell zur Herstellung von Büttenpapier
mit Hilfe eines Siebes geschöpft wird.
Büttenpapier
Ursprünglich von Hand mit einem Sieb "aus der Bütte"
geschöpftes Papier. Dabei steht der Büttenrand organisch mit der Blattbildung
in Beziehung. Es entsteht der für solche Papiere typische, ungleichmäßige und
verlaufende Rand handgeschöpfter Papiere. Es gibt heute auch imitierte
Büttenpapiere (z.B. mit gestanztem oder nicht verlaufendem Rand!).
Maschinenbüttenpapier
Im Gegensatz zu farbigen Papieren werden Buntpapiere erst nachträglich durch
Färben und Mustern (meist künstlerisch-manuell) hergestellt. Es gibt zahlreiche
Techniken.
CtopCalciumkarbonat
Bezeichnung für Kreide oder Kalkstein. Wichtiges Produkt der
Papierindustrie für die Herstellung von Papier als Füllstoff oder für
Streichfarbe als Pigment.
CB-Papier
Auf der Rückseite mit einem farbgebendem Strich (Kapseln)
versehenes Papier (coated back) für die Herstellung
von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.
CF-Papier
Auf der Oberseite mit einem farbentwickelnden Strich
versehenes Basispapier (coated front) für die
Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.
CFB-Papier
Beidseitig gestrichenes Papier (Farbnehmer auf der
Oberseite, Farbgeber auf der Rückseite) für die Herstellung von
selbstdurchschreibenden Mehrfach-Formularsätzen (coated
front and back).
Chemieschliff
Entsteht durch Verschleifen (Holzschliff) von
Faserholzknüppeln, die zuvor mit warmen Lösungen von Natriumverbindungen
behandelt wurden, um die Fasern schon teilweise aufzuschließen.
Chlor- und säurefreie Papiere
Papiere ohne metallschädliche Bestandteile zum Verpacken von
empfindlichen Gegenständen aus Metall.
Chlorbleiche
Zellstoffbleiche mit Hilfe von Elementarchlor oder
Chlorverbindungen. Die Chlorbleiche ist, chemisch gesehen, das optimale
Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht
und stark vergilben lässt, von der Zellstoff-Faser zu
trennen. Der Nachteil des Verfahrens ist aber, dass die Abwässer aus der
Chlorbleiche leider nur unzureichend gereinigt werden können und daher die
Gewässer belasten. Weltweit werden aber aus diesem Grunde bereits chlorfreie
alternative Bleichverfahren praktiziert, die keine Umweltbelastung darstellen.
Chlorfreie Papiere
In der allgemeinen Umgangssprache die Bezeichnung für
Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder
Chlorverbindungen gebleicht wurde. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff
und Wasserstoffperoxid. Solche Papiere werden mit der Abkürzung "TCF = totally chlorine free" gekennzeichnet.
Chromoersatzkarton
Ein mehrschichtiger Faltschachtelkarton, der ein- oder
beidseitig holzfrei gedeckt und einseitig glatt ist. Zwischen zwei Decklagen,
von denen mindestens eine aus gebleichtem (weißem) Zellstoff besteht, befinden
sich Zwischenlagen und Einlagen aus Holzstoff (Holzschliff).
Chromokarton
Gem. DIN 6730: "einseitig gestrichener, lackier- und bronzierbarer Karton mit einem Strichgewicht von mindestens
15 g/m2; als Streichrohkarton werden durchgearbeitete Kartons oder Chromoersatzkartons verwendet". Die
Anforderungen an Chromokartone konzentrieren sich
insbesondere auf - Bedruckbarkeit der gestrichenen Oberfläche - Biegesteifigkeit
- Spaltfestigkeit - Stanz-, Rill- und Ritzbarkeit.
Chromopapier
Holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig
gestrichen ist. Der stets wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von
Kunstdruckpapier; die Streichmasse ist aber wegen anderer Anforderungen an das
Produkt (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzierfähigkeit)
anders zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler
und Bezugpapiere eingesetzt.
CSB – "chemischer Sauerstoffbedarf"
Beim chemischen Abbau von Verunreinigungen im Wasser wird
Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch (Bedarf) ist dabei ein Maß für
den Grad einer Verunreinigung. Als Oxidationsmittel bei der analytischen
Bestimmung wird Kaliumdichromat vorgeschrieben.CTMP – "Chemi-thermomechanical pulp"
Chemisch- thermomechanischer Holzstoff. Es ist ein durch
mechanische Zerfaserung nach chemischer Vorbehandlung gewonnener Faserstoff.
Ausbeute 85 bis 90%. – siehe auch TMP.
DtopDecklage
Außenliegende Schicht eines Kartons, die auch ästhetischen
Gesichtspunkten genügen muss.
De-Inking
Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus
Altpapier zum Zwecke der Gewinnung von Sekundärfasern. Der aus bedrucktem
Altpapier gewonnene Faserbrei wird dabei in einer Art Wäsche mit Seife und
Natronlauge behandelt. Dabei lösen sich die Druckfarben, eingepumpte Luft
treibt die Farbteilchen nach oben, wo sie als Schaum abgeschöpft werden können.
Der Schaum wird eingedickt, verbrannt und die Asche deponiert.
Dickdruckpapier
Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches,
voluminöses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung
"Auftragende Papiere" oder "Daunendruck".
Digitaler Druck
Aufarbeitung von Daten mittels Computer. Weiterleitung und
Verarbeitung des digitalen Datenbestandes, ohne eine konventionelle
Druckvorstufe zu verwenden.
Dimensionsstabilität
Wichtige Qualitätseigenschaft eines Papiers für den
Mehrfarbendruck. Bei Veränderung der rel. Luftfeuchtigkeit und durch
Feuchtigkeitseinwirkung beim Offsetdruck kann es zu einer mehr oder weniger
starken Veränderung der Dimension des Papiers kommen. Es können Passerdifferenzen
entstehen. Die Dimensionsstabilität eines
Papiers wird mit einem Feuchtdehnungsmessgerät ermittelt (nach DIN 53 130).
Dokumentenpapier
Wertvolle Papiere, die ein echtes Wasserzeichen haben. Sie
werden vorzugsweise bei Behörden verwendet und müssen spezielle Eigenschaften
aufweisen.
Doppelsiebformer
Papiermaschinentyp, der im Gegensatz zur sogenannten
Langsiebpapiermaschine über zwei zusammenlaufende Siebe verfügt, zwischen denen
die Papierbahn" geformt" wird.
Doppelstrich
Bezeichnung für gestrichene Papiere, die neben dem
eigentlichen Top-Strich zunächst einen sogenannten Vorstrich erhalten um eine
noch gleichmäßigere Oberfläche zu bekommen.
Duplexkarton
Besteht aus drei Stofflagen, wobei die Einlage und die
rückseitige Decklage zumeist aus Altpapierstoff gefertigt sind.
Durchsicht
Prüfung und Beurteilung eines Papiers bei durchfallendem
Licht. Dabei wird unterschieden nach gleichmäßiger, ruhiger und klarer
Durchsicht bei guten Papieren und ungleichmäßiger, wolkiger und sehr unruhiger
Durchsicht bei weniger guten Papieren.
EtopECF – "elementarchlorfrei oder chlorarm"
Zellstoffe zur Herstellung dieser Papiere sind ohne
Elementarchlor gebleicht worden, Chlorverbindungen - insbesondere Chlordioxid -
kamen aber zum Einsatz. ECF-Papiere gelten nicht als chlorfrei gebleicht nach
DIN 6730.
Echtpergament (engl.: vegetable parchment)
Mit Hilfe von Chemikalien dauerhaft fettdicht und nassfest gemachtes Zellstoffpapier; industriell erstmals
1861 in England hergestellt. Es entsteht in mehreren getrennten Arbeitsgängen.
Einlage
Bei Faltschachtel-Karton die innenliegende Schicht.
Einstufige Papierhersteller
Papierfabriken, die weder ihre Vorprodukte (Faserstoffe)
selbst herstellen noch sich in der Weiterverarbeitung betätigen. Sie
beschränken sich auf eine einzige Produktionsstufe, die Papierherstellung. Im
Gegensatz dazu stehen die sogenannten integrierten Papierfabriken.
Elefantenhaut
Geschützter Markenname für einen auf Papierbasis
entwickelten, extra zähen Werkstoff mit einer typischen Aderung und besonders
hohen Festigkeitswerten. Das Material ist imprägniert
und besonders kratz- und scheuerfest.
Elektrosensitives Papier
Spezialpapier, das auf elektrische Spannung und Wärme
reagiert und sich an den entsprechenden Stellen schwarz verfärbt. Das Telefax-
Papier ist ein Beispiel für die Anwendung elektrosensitiver Papiere.
Elfenbeinkarton
Ein Karton, der durch seine Stoffzusammensetzung und Fertigungsart
eine besonders weiße Färbung und elegante Durchsicht hat.
Endlospapier
Rollen-Druckpapier für Endlos-Druckmaschinen zwischen 40-80
g/m2, meist holzfrei, aber auch Papiere mit unterschiedlich hohen Anteilen von
Sekundärfasern.
Entwässerung
Vorgang auf dem Sieb einer Papiermaschine. Dort erfolgt die
eigentliche Blattbildung durch das Ablaufen des in der Fasersuspension
enthaltenen Wassers durch das Sieb. Man spricht in diesem Zusammenhang von
einer Entwässerung.
FtopFaltschachtelkarton
Karton, der sich zur Herstellung von Faltschachteln eignet.
Besonders kommt es auf die Bedruckbarkeit an und die sich dann anschließende
Veredelung oder Verarbeitung wie z.B. Lackierung und Stanzung.
Unterscheidungskriterien: Faserstoffeinsatz (holzfrei, leicht holzhaltig,
holzhaltig, altpapierhaltig), Aufbau (Prinzip der Lagen = Decklage, Einlage,
Rückseite oder Unterlage), Oberflächenbeschaffenheit (ungestrichen,
pigmentiert, gestrichen, gussgestrichen).
Falzen
Beim Falzen eines Papiers wird die Oberfläche der äußeren
Seite gespannt und die der inneren Seite gestaucht. Diese Beanspruchung hat bei
gestrichenen Papieren sehr oft ein Aufreißen des Striches auf der äußeren Seite
des Falzes zur Folge. Solange der Falz nur unbedruckte Stellen durchquert, ist
diese Erscheinung soweit nicht störend. Sobald aber bedruckte Stellen oder gar
bedruckte Flächen davon betroffen sind, wird ein aufgebrochener Strich
sichtbar. Eine Ursache des Aufreißens kann eventuell in der falschen
Laufrichtung des betreffenden Papiers liegen. Es kann aber auch möglich sein,
dass die betreffenden Rillwerkzeuge bzw. die
Prägetiefe der Rillnute nicht auf die zu
verarbeitende Papierqualität abgestimmt wurde. Grundsätzlich
sollten gestrichene Papiere ab einem Gewicht von 100 g/m2 aufwärts vor dem
Falzen gerillt werden. Man sollte bereits bei der Planung und Gestaltung einer
Drucksache darauf achten, dass der Falz möglichst nicht durch bedruckte Stellen
führt.
Falzzahl
Maß für die Festigkeit eines Papiers beim Falzen. Sie gibt
an, wie viel Doppelfalzungen ein Versuchsstreifen
ausgehalten hat bevor er zerreißt.
Farbort
Der Farbort eines Papiers bestimmt
den Eindruck der Papierweiße, die rötlich, grünlich oder bläulich sein kann.
Nicht zu verwechseln mit dem Weißgrad des Papiers.
Farbreaktionspapier
Bezeichnung für Selbstdurchschreibepapier, bei dem eine
Durchschrift durch eine chemische Farbreaktion erfolgt. Sie finden Anwendung
bei Formularsätzen.
Farbstoffe
Können der Papiermasse zugesetzt werden, um dem Endprodukt
von vornherein eine bestimmte durchgehende Färbung zu geben. Die Färbung kann
auch durch Zugabe der Farbstoffe beim Streichen (gestrichene Papiere) und in
der Leimpresse (Oberflächenfärbung) erreicht werden. Sie bleibt dann auf die
Oberfläche beschränkt.
Faserholz
I Sinne der Papierindustrie jede Holzart, die Faserstoffe
(Holz) für die Papierherstellung liefert. Bevorzugt werden Nadelhölzer, die
längere Fasern als Laubhölzer liefern. Faserorientierung
Grad der Ausrichtung der Fasern bei der Papierherstellung (Stoffauflauf - Sieb).
Faserstoffe
Rohmaterialien der Papierherstellung. Dazu zählen nicht nur
Holzstoff (Holzschliff) und Zellstoff, sondern insbesondere auch Altpapier. In
begrenztem Umfang auch Hadern und Strohzellstoff sowie Fasern aus anderen
Einjahrespflanzen oder synthetische bzw. mineralische Faserstoffe.
Feinpapier
Allgemein die Bezeichnung für die edelsten Erzeugnisse der
Papierindustrie. Bei der Herstellung wird besonders Wert auf Festigkeit der
Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und
sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.
Festigkeit Die
Festigkeit eines Papiers beruht in erster Linie auf Wasserstoffbrücken, die die
Fasern miteinander verbinden.
Feuchtdehnung
Als Folge der Feuchtigkeitsaufnahme aus der Umgebungsluft
werden die Abmessungen eines Papierblattes oder -bogens größer.
Feuchtprobe
Prüfmethode zur Ermittlung der Laufrichtung eines Papiers.
Filtrierpapier
Mit röscher Mahlung aus Zellstoff und Baumwollfasern
hergestelltes Papier mit hoher Saugfähigkeit und chemischer Reinheit.
Filze
Speziell gewebte Tücher. Sie führen die Papierbahn zur
Entwässerung durch die Pressenpartie der Papiermaschine und anschließend auch
durch die Trockenpartie, wobei die Filze die feuchte Papierbahn gegen die
dampfbeheizten Trockenzylinder pressen.Filzmarkierung
Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der
Oberfläche des Papiers.
Filzprägung
Eine besonders markante, erwünschte Prägung, die einem
Papier in der Nasspresse der Papiermaschine beigebracht wird. Es entsteht eine
interessante Struktur.
Filzseite
Die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine
oben liegende Seite des Papiers. Dadurch entsteht eine gewisse Zweiseitigkeit.
Bei Papieren, die auf Doppelsiebmaschinen hergestellt
werden, ist die Zweiseitigkeit deutlich geringer. Dabei wird nach Sieboberseite
und nach Siebunterseite unterschieden.
Flächenbezogene Masse
Neuere Bezeichnung für Flächengewicht (Messung nach DIN ISO536).
Flächengewicht
Flächengewicht ist das Gewicht (in Gramm) eines
Quadratmeters eines bestimmten Papiers oder Kartons.
Flächengewichtsbestimmung
Prüfvorschrift nach DIN 53 104 mit einer Quadranten- oder
Analysewaage.
Flotations-Verfahren
Verfahren um aus Altpapier die Druckfarbe herauszulösen.
Fluff-Zellstoff
Geflockter Zellstoff. Er dient vor allem als sehr
saugfähiges Einlagematerial in Babywindeln.
Fluting
Aus Halbzellstoff bestehender Wellenstoff (Wellpappe) von
130 - 140 g/m2, wobei der Halbzellstoff vorzugsweise aus Laubhölzern
hergestellt ist.
Foils
Stationäre, bogenförmige Kunststoffleisten, die die
beweglichen Langsiebe (Sieb) der Papiermaschine tragen und das Wasser an der
Unterseite der Siebpartie entfernen. Sie tragen damit zur Entwässerung des
Papiers bei.
Formation
Die Struktur und der Grad der Einheitlichkeit der
Faserverteilung im Papier, gemessen oder beurteilt mittels hindurch geschicktem
Licht. Die Formation wird allgemein auch als die "Durchsicht" des
Papiers bezeichnet.
Formatpapier
Wird überwiegend für grafische Zwecke, z. B. in Druckereien,
eingesetzt. Im Gegensatz zum Rollenpapier ist es bereits "ab Werk"
auf die vom Auftraggeber bestimmten Formate zugeschnitten. Dazu wird die
Papierbahn über einen Rollenschneider der Länge nach und auf einem
Querschneider in der Querrichtung geschnitten. Die fertigen Bögen werden anschließend
in bestimmten Stückzahlen in Riese abgepackt oder auch ungeriest
auf Paletten ausgeliefert.
Frischfaserstoff
Auch Primärfaserstoff genannt. Im Gegensatz zu dem als
Altpapierstoff bezeichneten Sekundärfaserstoff.
Füllstoffe
Bei der Papierherstellung werden zur Verbesserung bestimmter
Papiereigenschaften (z.B. Glätte, Weiße, Opazität, Geschmeidigkeit u.a.) der
Faserstoffmasse eine Reihe von organischen und anorganischen Mineralstoffen
beigegeben, die sich zwischen den Fasern einfügen. Die Füllstoffe werden meist
in Wasser geschwemmt und in der Mischbütte dem Halbstoff zugesetzt. Füllstoffe
sind in der Regel Mineralstoffe, wie Kaolin oder Calciumcarbonat.
GtopGanzstoff
Bezeichnung für eine fertige Stoffmischung für die
Papiermaschine. Sie enthält alle Fasern und sonstigen Zutaten, die für das
Fertigpapier erforderlich sind.
Gapformer
Doppelsiebformer in der Papiermaschine, bei dem der
Suspensionsstrahl direkt zwischen die beiden einlaufenden Siebe gespritzt wird.
Gautschen
Bezeichnete ursprünglich das Ablegen des noch nassen
Papierblattes vom Handsieb auf einen Filz. Heute versteht man darunter das
Pressen des Papiers am Ende der Siebpartie (Papiermaschine) oder auch das
Verbinden noch nasser Papierbahnen durch Aufeinanderpressen, wobei die Fasern
miteinander verfilzen.
Gautschpresse
In der handwerklichen Papiermacherei die Presse, mit der das
Wasser aus den geschöpften und zwischen Filzen aufgestapelten Bogen
herausgepresst wurde.
Gefärbtes Papier
Nachträglich durch Streich- oder Tauchverfahren eingefärbtes
Papier.
Geklebter Karton
Karton, der durch Zusammenkleben von mehreren Papierbahnen
hergestellt wird. Dabei können die einzelnen Bahnen von unterschiedlicher
Beschaffenheit sein. Geklebter Karton zeichnet sich aus durch eine hohe
Steifigkeit.
Gestrichene Papiere
Papiere die zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des
Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich aufweisen. Er besteht
aus hochwertigen natürlichen Pigmenten, Bindemitteln sowie verschiedenen
Hilfsstoffen. Der Auftrag solcher Streichfarben erfolgt industriell auf
Streichmaschinen. "Gestrichen" ist in DIN 6730/A2 definiert mit:
"ein- oder beidseitig mit einer Streichmasse von mindestens 5 g/m2 je
Seite (Otro) versehen."
Glacé-Papier
Meist einseitig gefärbtes Papier, mit glänzender (satinierter)
oder gestrichener Oberfläche. Vorwiegend als Überzug von Kartonagen verwendet.
Glätte
Die Glätte eines Papiers kann von ausschlaggebender
Bedeutung für das Bedrucken sein. Die Wiedergabe von Rasterpunkten und von
Flächen ist abhängig von der "Ebenheit" des Papiers. Unebenheiten
wirken sich mehr oder weniger negativ aus.
Für die Glättemessung sind mehrere Verfahren üblich:
Luftstromverfahren nach Bekk(DIN 53107)
Rauhigkeitsprüfung nach Bendtsen(DIN 53108)
PPS-Verfahren (Parker Print-Surf) - Ermittlung der "Rauhtiefe"
Kontaktanteilverfahren (FOGRA)
Abtastverfahren (KL-Gerät nach Kunz-Lippke)
Glättwerk
Es hat die Aufgabe, das Papier vor der Aufrollung am Ende
der Papiermaschine durch Druck und eine gewisse Friktion zu glätten.
Glanz
Glanz ist ein optischer Eindruck, der bei der Betrachtung
einer Oberfläche entsteht. Ein Papier wird dann als glänzend empfunden, wenn
der größte Teil des schräg auftreffenden Lichtes gerichtet, und nur ein kleiner
Teil diffus reflektiert wird. Glanz ist also abhängig von der Geometrie der
Oberfläche. Die Bestimmung des Glanzes erfolgt nach DIN 54502.
Grafische Papiere
Druck- und Pressepapiere, sowie Büro- und
Administrationspapiere. Nach dem Ausgangsmaterial werden holzfreie(aus reinem
Zellstoff hergestellte) und holzhaltig (überwiegend aus Holzschliff gefertigte)
sowie graphische Recycling Papiere unterschieden. Zur Gruppe der Druck- und
Pressepapiere zählen beispielsweise Zeitungsdruckpapiere,
Naturzeitschriftenpapiere, gestrichene Papiere.
Grau-Pappe
Aus wiedergewonnenen Papierfaserstoffen hergestellte
Vollpappe. Vorwiegend für buchbinderische Zwecke.
Gummiertes Papier
Papier mit einer Klebstoffbeschichtung, die durch Wasser
aktiviert wird (Dextrin, Gummiarabikum). Zur Herstellung von Aufklebern, Marken
und Postwertzeichen (nicht zu verwechseln mit Haftklebe-Papieren).
HtopHadern
Hadern (Lumpen) waren bis Mitte des 19. Jahrhundert hinein
das einzige Rohmaterial der Papierherstellung. Heute stellen solche
Textilfasern weniger als ein Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Hadern
gelten als der edelste Faserstoff des Papiermachers. Eingesetzt werden sie vor
allem für Papiere an die besondere Ansprüche gestellt werden, wie Banknoten-
und Dokumentenpapiere, auch Dünn- und Bibeldruckpapiere.
Haftklebe-Papier
Mit aktivem Klebstoff ein- und beidseitig beschichtetes
Papier. Zur Verhinderung vorzeitigem Klebens ist es mit klebstoffabweisendem
(z.B. siliconisiertem) Papier/Folie abgedeckt.
Hauptverwendungszweck: Etiketten.
Hadernpapiere
Besonders gute und alterungsbeständige Papiere von hoher
Festigkeit.
Halb-Karton
Kartonbezeichnung für den Gewichtsbereich zwischen 130 und
170g/qm.
Halbstoffe
Für die Papierherstellung bestimmte Faserstoffe
(Hadern-Halbstoff, Holzschliff, Halbzellstoff, Altpapier, Zellstoff). Sie
werden unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse
aufbereitet.
Halbzellstoff
Ähnlich wie Braunschliff, Chemieschliff, CTMP und TMP ein
Mittelding zwischen Holzschliff und Zellstoff. Durch ein teilweises chemisches
Aufschließen werden die unerwünschten Bestandteile des Holzes (Lignin, Harz)
zum Teil herausgelöst. Daran schließt sich eine mechanische Nachbehandlung an.
Halbzellstoff ist wesentlicher Faserstoff für die Produktion der Wellenpapiere
für Wellpappen.
Handdurchschreibe-Papier
Papier mit (meist blauer) Farbschicht, das die Farbe durch
mechanischen Druck (z.B. durch Kugelschreiber) an eine Unterlage abgibt.
Handschöpfung
Diese Methode wurde seit der Erfindung des Papiermachens
(ca. 60 v. Chr.) bis zur Entwicklung der Papiermaschine (1799/Louis Robert)
angewandt. Mit Hilfe eines Siebbespannten Schöpfrahmens schöpfte der
Papiermacher aus der "Bütte" den dünnen, wässrigen Papierbrei. Heute
wird noch in Museen und von künstlerischen Papiermachern Papier handgeschöpft.
Handgeschöpfte Papiere
Handgeschöpfte Papiere werden heute nur noch sehr selten
hergestellt. Das im Handel erhältliche "Echtbüttenpapier" wird auf
Rundsiebmaschinen produziert.
Hart-Pappe
Mit Füllstoffen und Bindemittel gearbeitete Pappe, die stark
verdichtet, hart, biegefest und wasserfest ist. Z.B. für Koffer-, Schuh-,
Briefordner-, Karosseriepappe.
Hartpost-Papier
Meist unter Zusatz von Strohzellstoff klanghart gearbeitetes
Schreibmaschinenpapier mit guter Widerstandsfähigkeit gegen mechanische
Verletzung beim Bechreiben und Radieren. Mit und ohne
Wassereichen.
Hilfsstoffe
Eine große Zahl von organischen und mineralischen
Zusatzstoffen (z.B. Leim, Tonerde, Paraffine, Kunstharze) und Füllstoffen (z.B.
Kaolin, Kreide) sowie Farbstoffen. Sie sind notwendig, um jedem Papier die
gewünschten Eigenschaften zu geben.
Holzfreie Papiere
Ausschließlich aus Zellstoff, also ohne Holzstoff,
hergestellte Papiere und Kartons. Die Bezeichnung "holzfrei" ist für
Laien irreführend. Als holzfrei wird Papier bezeichnet, das aus gebleichtem
oder ungebleichtem Zellstoff hergestellt wurde und in dem höchstens 5%
verholzte Fasern (Holzschliff) enthalten sein dürfen. Dieser Zellstoff ist ein
auf chemischem Weg erzeugter Faserstoff aus Holz. Herstellungsmethoden:
Sulfat/Sulfit. Es müsste eigentlich heißen "frei von Lignin".
Hochformat
Form eines Blattes mit kurzer Breite (zuerst genannt) und
langer Höhe (zuletzt genannt). Z.B. 21x29,7cm = DIN A4 Hochformat.
Hochglanz-Papier
Wenn die Papieroberfläche durch nachträgliches Auftragen von
Streichmasse verbessert wurde, kann sie durch Glätten im Kalander bis
hochglänzend "satiniert" werden. Auch durch spezielle
Kontakt-Trocknung mit einem Hochglanzzylinder kann gußgestrichenes
Papier ohne Satinage hochglänzend gefertigt werden.
Holzhaltige Papiere
Papiere die unter mehr oder weniger Anteil von verholzten
Fasern (Holzschliff/ Holzstoff) hergestellt werden. Sie weisen eine geringere
Festigkeit auf als Papiere aus reinem Zellstoff, neigen schneller zur
Vergilbung und haben eine geringere Alterungsbeständigkeit.
Holzschliff
Beträgt heute zusammen mit Holzstoff nur noch knapp 9 % des
Faserstoffeinsatzes der Papierindustrie in unserem Land. Hergestellt wird
Holzschliff auf mechanischem Wege durch Schleifen (auf Schleifsteinen)
hauptsächlich von entrindeten Nadelhölzern unter Zusatz von Wasser. Je nach dem
angewandten Verfahren entsteht dabei Weißschliff, Braunschliff oder
Chemieschliff. Außer den Zellstofffasern bleiben auch die Holzbestandteile
Lignin und Harz in der Fasermasse enthalten. Wegen des Lignin vergilbt Papier
aus Holzschliff schnell. Es wird daher vor allem für eine kurzlebige
Verwendungen eingesetzt.
Holzstoff
Oberbegriff für einen ganz oder nahezu ausschließlich mit
mechanischen Mitteln hergestellten Faserhalbstoff.
Hygienepapiere
Überwiegend im Haushalt und für die persönliche Hygiene
sowie in allen Gemeinschaftsein-richtungen benutzt,
bei denen es auf Hygiene ankommt. Zu ihnen zählen. z. B. Toilettenpapiere,
Haushaltstücher, Papiertaschentücher und -servietten, Kinderwindeln, Erfrischungstücher.
ItopIllustrationsdruckpapier
Ungestrichenes, holzfreies oder holzhaltiges Papier mit
einer durch starke Satinage erzeugten glatten Oberfläche.
Impact-Drucker
Drucker, die mittels Anschlag die Zeichen auf den
Druckträger übertragen (z. B. Nadeldrucker).
Indikatorpapiere
Ungeleimte, neutrale Papiere, die mit einer
Indikatorflüssigkeit zur Bestimmung von chemischen Reaktionen getränkt sind.
Inkjet-Drucker
Benötigt ein oberflächenveredeltes Papier für ein
berührungsloses Druckverfahren. Das Druckbild entsteht durch winzige
Tintentröpfchen, die computergesteuert auf das Papier gespritzt werden. Es muss
eine schnelle Aufnahme der Tintenarten sicher gestellt werden.
Integrierte Papierfabriken
Verfügen - im weitest gehenden Fall - von der Holzgewinnung
aus dem eigenen Wald bis zum fertigen Papier über alle Produktionsstufen
selbst. In der Bundesrepublik umfassen integrierte Papierfabriken lediglich die
Stufen Zellstoffgewinnung bis zu Papierprodukten.
JtopJapanpapiere
Papiere aus Japan, wo sie aus einheimischen, zum Teil
seltenen Faserstoffen wie Kozo, Mitsumata,
Gampi und Kuwaka, meist als
handgeschöpfte Papiere hergestellt werden. Papiere aus Japan, wo sie aus
einheimischen, zum Teil seltenen Faserstoffen wie Kozo,
Mitsumata, Gampi und Kuwaka, meist als handgeschöpfte Papiere hergestellt
werden.
Jato
Abkürzung für Jahrestonnen (genauer: Tonnen pro Jahr). Damit
wird die Kapazität einer Papiermaschine oder einer Papierfabrik angegeben.
KtopKalander
Maschine zum Glätten, Satinieren von Papier. Glättwerk aus
Stahl- und Hart-Papier(Baumwoll)-Walzen. Durch sie
wird die Papierbahn nachträglich geführt und mit Feuchtigkeit, Druck und Wärme
satiniert (=geglättet).
Kalandrieren
Bei der Papierherstellung ist die Kalandrierung
eine mechanische Glättung eines gestrichenen, aber auch ungestrichenen Papiers.
Das Kalandrieren wird auch als "Satinieren" bezeichnet.
Kalibriertes Papier
Papier und Karton, das auf eine ganz genaue Dicke
kalandriert wurde.
Kaolin
In der Natur vorkommender Füllstoff für die Papierherstellung.
Es ist ein wasserhaltiges Aluminiumsilikat, das in Schwefelsäure mit und ohne
Druck im Kessel aufgeschlossen wird.
Karton
Ein Erzeugnis, das im Flächengewicht zwischen Papier und
Pappe liegt. Man unterscheidet einlagigen und mehrlagigen Karton, der gegautscht oder geklebt sein kann. Mehrlagiger gegautschter Karton besteht aus mehreren -
nicht unbedingt gleichartigen - Faserschichten, die auf Rund- oder
Langsiebmaschinen bzw. kombinierten Rundlangsiebmaschinen einzeln gebildet und
nass zusammengeführt werden. Dabei verfilzen die Fasern der einzelnen Schichten
miteinander (Gautschen), um dann als eine Endlosbahn weiterbearbeitet, d. h.
gepresst und getrocknet zu werden.
Kaschierungen
Alternativ zur Beschichtung eingesetzt. Hierbei werden zwei
fertige Flächen aufeinandergeklebt. Papiere und Pappen können z. B. mit
Aluminiumfolie (lichtundurchlässig), Zellglas, Kunststofffolien oder Textilien
kaschiert werden.
Kochung
Chemischer Prozess zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz oder
Einjahrespflanzen. Dabei werden Hackschnitzel mit Chemikalien unter Temperatur
und Druckeinwirkung in einem Kocher aufgeschlossen.
Kohlepapier
Dünnes, mit Wachsfarbe beschichtetes Papier, das seine Farbe
durch Druck an eine Papierunterlage abgibt.
Konditionierung
Bezeichnung für die klimatische Anpassung des Papiers an das
Verarbeitungsklima. Konservierung von Papier
Verschiedene Methoden zur Sicherung des Papiers von
Millionen von alten Schriftstücken und Büchern vor Zerfall durch den
sogenannten Säurefraß. Dabei handelt es sich um chemische Methoden, das Papier
zu entsäuern und zu puffern. Kopierpapier
Naturpapiere, weiß und farbig, die sich besonders für die
Anfertigung von Fotokopien, auf meist xerografischem Wege, eignen. Kopierpapier
ist auf die Anforderungen der Kopiergeräte abgestimmt und wird mit Sorgfalt
hergestellt.
Kraftliner
Kraftpapier aus gebleichtem oder ungebleichtem
Kraftzellstoff für die Deckschichten von Well- oder Vollpappe.
Kraftpapier
Wrd zu mindestens 90 Prozent aus
frischem, in der Regel ungebleichtem Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff)
hergestellt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit aus.
Kraftsackpapier
Ein spezielles, hochbelastbares Kraftpapier für die
Herstellung von Säcken, z. B. Zement-, Kartoffel-, Zucker- oder Düngemittelsäcken.
Krepp
Die (noch) nasse Papierbahn wird durch Stauchung fein
gefaltet. Für vielerlei Anwendungsbereiche, z.B. Hygienepapier, Gärtnerkrepp,
Abdeckpapier für Klebestreifen.
Kunstfaserzellstoff
Zumeist Sulfitzellstoff, häufig aus Laubhölzern gewonnen,
der zu Herstellung von Kunstfasern wie Kunstseide oder Zellwolle eingesetzt
wird.
LtopLackmus-Papier
Reagenzpapier (Indikator-Papier). Mit dem Farbstoff
Lackmusflechte getränkt, dient es dem Nachweis von Säuren und Laugen. Blaues
Lackmuspapier färbt sich in Säure rot, rotes Lackmuspapier wird in Laugen
(Basen, Alkali) blau.
Laminieren
Das Verbinden verschiedener Werkstoffe (Papier, Kunststoff,
Folie) durch Pressen oder Verkleben zu einem "Laminat", das alle
guten Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe vereinigt.
Lampenschirm-Papier/-Karton
Holzfreies Papier (Karton), oftmals geklebt und durch
nachträgliches Imprägnieren mit Ölen oder Kunstharzen transparent gemacht.
Landkartenpapier
Papier mit einer besonders guten Dimensionsstabilität. Die
Anforderungen an Landkartenpapier ergeben sich aus DIN 6728.
Langsiebmaschine
Papiermaschine, in der die Siebpartie aus einer endlos
umlaufenden flachen (Bronze- oder Kunststoff-) Siebbahn besteht, die von einer
Reihe von Walzen oder Stützleisten getragen wird. Die Langsiebmaschine -
erfunden 1799 - ist heute die meist gebrauchte Ausführung einer Papiermaschine,
Rundsiebmaschinen werden vor allem für die Herstellung von Karton und Pappe
eingesetzt.
Laserdruckpapier
Papier zur Verwendung im Laserdrucker mit einer relativen
Feuchtigkeit von 30-35 %. Es hat eine gleichmäßige, speziell präparierte
Oberfläche für eine höchstmögliche Tonerhaftung und zur sofortigen elektrischen
Entladung im Laserdrucker.
Laufrichtung
Unter Laufrichtung versteht man die Richtung, in welcher die
Papiermasse über die Maschine gelaufen ist (Faserlauf). Bei der Entwässerung
auf dem Sieb richten sich die Fasern hauptsächlich in ihrer Länge parallel zur
Laufrichtung aus. Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf
der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.
Leicht holzhaltig weiß
Zellstoff mit höchstens 30 % Beimischung von HolzschliffLeimpresse
Einrichtungen an Papiermaschinen, um beide Seiten der
Papierbahn einen dünnflüssigen Leim aufzutragen (Harzleimung). Damit wird u.a.
die Gefügefestigkeit eines Papiers verbessert.
Lichtechtheit
Lichtechtheit von Papieren bezeichnet die Beständigkeit der
optischen und physikalischen Eigenschaften gegen Lichteinwirkung. Je weniger
lichtecht das Papier ist, desto schneller vergilbt das Papier. Bei farbigen
Papieren ist es in erster Linie wichtig, dass trotz Einwirkung der UV-Strahlen
das Papier seine Farbe beibehält und nicht verblasst. Hundertprozentigen Schutz
vor Ausbleichen unter Tageslicht und Wärme gibt es nicht. Holzfreie Rohstoffe
und entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern. -
Messverfahren: Im Labor kann man die natürliche UV-Strahlung simulieren
(Xenon-Lampe). Die Ergebnisse werden in einer Abstufung von 1 bis 8 gemessen,
wobei 8 bedeutet, dass keinerlei Veränderung der Farbe messbar ist. Die Methode
gemäß DIN-ISO 105-B04 ist ursprünglich zum Testen der Lichtechtheit von
Textilien entwickelt worden.
Lichtechtes Papier
100%igen Schutz vor Ausbleichen unter Einwirkung von
Tageslicht und Wärme gibt es für Papier nicht. Holzfreie Rohstoffe und
entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern.
Lichtpaus-Papier
Dient zum Vervielfältigen von Zeichnungen (auf
lichtdurchlässiger Vorlage). Für die unterschiedlichen Verfahren (trocken und
feucht) gibt es unterschiedliche Ausführungen dieses transparenten Papiers.
Lignin
Eine Gerüstsubstanz, die neben der Zellulose und weiteren
Bestandteilen im Holz enthalten ist. Es bewirkt dort die zusätzliche
Versteifung der Fasern. Im Papier ist es eine unerwünschte Beigabe, die dafür
sorgt, dass das Papier schnell vergilbt. Bei der Zellstoffgewinnung wird es
chemisch weitgehend von der Zellulose getrennt.
Linters
Bezeichnung für die dem Baumwollsamen nach der Bearbeitung
noch anhaftenden kurzen Samenhaare. Linters werden für Papiere von besonderer
Weichheit, hoher Dauerhaftigkeit und Saugfähigkeit eingesetzt.
LLWC-Papier - "Light Light Weight Coated Paper"
Besonders leicht gestrichenes Papier für den
Rollenoffsetdruck.
Löschpapier
Besonders saugfähiges Papier, das überschüssige Tinte von
frisch beschriebenem Papier aufsaugen kann. Es wird hergestellt in röscher
Mahlung.
Luftfeuchtigkeit
Die (relative) Luftfeuchtigkeit liegt für die Papierlagerung
und Verarbeitung idealerweise bei 50 bis 55 Prozent bei Temperaturen zwischen
18° und 23° C.
Luftpostpapier
Sehr dünnes, festes, meist holzfreies Schreibpapier von
16-30 g/m2 (DIN 6730).
lutro = "lufttrocken"
Maßstab für die Angabe des Trockengehalts von Papier oder
Zellstoff. Im Gegensatz zu "atro" ( =
absolut trocken, d. h. Null Prozent Feuchtigkeit) wird hierbei ein
"normaler" (für das Papier grundsätzlich notwendiger)
Feuchtigkeitsgehalt als Basis der Berechnung eingesetzt. Bei Zellstoff und
Holzschliff bezieht sich das Rechnungsgewicht in der Regel auf 90:100, d. h. 90
Teile Stoff, 10 Teile Wasser.
LWC-Papier – "light weight coated paper"
Bezeichnung für ein leichgewichtiges, gestrichenes,
holzhaltiges Rollenpapier für den Rollenoffset- und Rollentiefdruck.
MtopMagazinpapier
Andere Bezeichnung für Zeitschriftenpapier.
Mahlung
Mechanisches Hilfsmittel zur Bearbeitung und Veränderung von
Faserstoffen um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Dabei wird grob
unterschieden zwischen den Mahlungszuständen "lang und rösch",
"kurz und rösch", "lang und schmierig", "kurz und
schmierig".
Makulatur
Aussortierte, mangelhafte Produktion von graphischen
Drucksachen.
Maschinenbüttenpapier
Büttenpapiere, die nicht traditionell von Hand aus einer
Bütte geschöpft, sondern auf besonders ausgerüsteten Rundsiebpapiermaschinen
hergestellt werden.
Mattgestrichene Papiere
Gestrichene Papiere, die sich durch eine matte, mehr oder
weniger rauhe Oberflächenstruktur auszeichnen. Es
gibt auch glänzend- und halbmatt gestrichene Papiere.
Mattpostpapiere
Meist holzfreie, vorwiegend weiße Naturpapiere mit und ohne
Wasserzeichen. Sie werden auch als Schreibmaschinenpapier bezeichnet.
Mehrfachrundsiebmaschinen
Papiermaschinen für die Herstellung von Karton und Pappe mit
mehrlagigen Papierfaserstoffbahnen, die noch in sehr
feuchtem Zustand zusammengepresst, gegautscht (gautschen) werden.
Mehrschichtenblattbildung
Spezielles Stoffauflaufsystem (Langsiebpapiermaschine) für
eine Papiermaschine.
Melieren
Beimischung anders gefärbter Fasern zum Papierstoff.
Meliertes Papier
Papier, in dem aus Gründen der Optik oder
Fälschungssicherheit andersfarbige, fein verteilte Fasern eingearbeitet sind
(z.B. Banknoten-Papier).
Millimeter-Papier
Dimensionsstabiles, tinten- und tuschfestes Papier, holzfrei
weiß und transparent mit feinem Liniennetz, in Millimetereinteilung bedruckt.
Mischbütte
Behälter in der Papierfabrikation, um Holzstoff und
Zellstoff nach der Mahlung mit Füllstoffen und den übrigen Zusätzen zu mischen.
Mittelfeine Papiere
Sind leicht holzhaltige Druck- und Schreibpapiere.
Mittelfeines Papier
In der Qualitätsskala (holzhaltig bis fast holzfrei) etwa in
der Mitte liegende Gruppe von Papiersorten mit ca. 60% Holzschliffanteil im
Stoffeintrag.
Molette-Wasserzeichen
Durch Verdichten der zwar fertigen, aber noch feuchten Papierbahn
entsteht mit Hilfe einer Prägewalze ein halbechtes Wasserzeichen mit
scharfrandigen Konturen (verschwindet bei Eintauchen in Natronlauge).
Multiplex-Karton
Aus mehr als 3 unterschiedlichen Lagen bestehender Karton.
Diese Lagen sind ohne Verwendung von Klebstoff durch Gautschen miteinander
verbunden.
Musterkarten-Karton
Bristol-Karton oder verschiedenfarbiger Triplex-Karton.
Zum Aufkleben oder Aufnähen von z.B. Stoffmustern oder Knöpfen.
NtopNassfeste Papiere
Zu den nassfesten Papieren gehören u. a. Etikettenpapiere,
Filterpapiere, Dekorpapiere. Man erhält diese Papiere durch Zugabe von
Nassfestmitteln in die Fasersuspension vor der Papiermaschine. Diese Papiere
sollen nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser noch mindestens 20% ihrer
mechanischen Festigkeit im lufttrockenen Zustand haben.
Nasspartie
Der Teil der Papiermaschine, in dem durch Entwässerung der
Faserstoffaufschwemmung (z.B. 99 Teile Wasser : 1 Teil Faserstoff) und
Verdichtung (Naßpressen) die "Blattbildung"
bewirkt wird.
Nasspressenpartie
Der Teil der Maschine, in dem filzbespannte Walzen die
endlose Papierbahn weiter verfestigen und entwässern.
Natron(Kraft)Pack
Besonders zähes, reißfestes Packpapier aus Natronzellstoff
(heute auch aus Sulfitzellstoff gefertigt).
Nassreißfestigkeit
Eigenschaft die besonders für Plakat-, Etiketten -,
Banknoten- und Landkartenpapier erforderlich ist.
Naturkarton
Allgemeine Bezeichnung für einlagigen,
durchgearbeiteten Karton ohne Strichauftrag.
Naturpapier
Allgemeine Bezeichnung für holzfreie oder holzhaltige
Papiere, die im Gegensatz zu gestrichenen Papieren keine Veredelung durch einen
Strichauftrag haben. Sie können auch als ungestrichene Papiere bezeichnet
werden.
Naturkunstdruck
Früher gebräuchlicheres, ungestrichenes (naturbelassenes),
hochsatiniertes, holzfreies Druckpapier. Mit einer auch für feinere
Rasterdrucke geeigneten Oberfläche.
Naturpaus-Papier
Durch besondere Mahlung des Zellstoffes erzeugtes,
durchsichtiges Zeichen-Transparentpapier (Lichtpaus-Papier).
Natürliches Wasserzeichen
Echtes Wasserzeichen, das durch Stoffverdrängung oder
-ansammlung durch die sog. Egoutteur-Walze bereits auf der Naßpartie
entsteht.
Nebenbahn
Bei der Ausrüstung von Papierrollen (Längsteilung)
anfallende Restebreite (-bahn).
Non Impact-Drucker
Techniken, die berührungslos arbeiten (z. B. Laserdrucker,
Xerographie, Inkjetdrucker).
Normal-Kopierpapier
Umgangssprachliche Bezeichnung für meist holzfreies Papier
(matt, mattsatiniert und satiniert je nach Gerätetyp). Geeignet für die
Schrift- und Bildaufnahme im optischen Kopierverfahren. Die Anforderungen an
gutes Kopierpaier (Gerätetyp, Hitze, elktrische Aufladung, Kopiergeschwindigkeit, beidseitige
Kopie, Sorter usw.) verlangen "spezielle Normal"-Kopierpapiere, z.B.
in klimafester Verpackung.
Normal-Papier
Früher häufiger eingesetzte Papiere, vorwiegend für die
Verwendung bei Behörden (Verwendungsklassen 1-8a). Ihre klar definierten
Eigenschaften (Stoffklassen H 100-ZVL) sind in den DIN-Normblättern 6730 und
827 festgelegt. Normalpapiere müssen strenggenommen ein Wasserzeichen mit dem
Namen des Herstellers und dem Wort "Normal" plus Verwendungsklasse
haben (z.B. "Normal 4a).
Normformate
Vom Normenausschuß der Industrie
(DIN) ab 1919 festgelegte Formatreihen A, B, C, D zur Vereinheitlichung von
Papier-Abmessungen.(DIN-Format)Noten-Papier
Meist holzfreies, zähes, nicht durchscheinendes, nicht
blendendes Papier. Geräuscharm (umblättern), auch naßfest
(für Platzkonzerte).
Nutzen
Aufteilung von kleineren, gleichgroßen Formaten auf den
nutzbaren Teil eines PapierbogensOtopOberflächenfestigkeit
Eigenschaft eines Papiers, einer senkrecht auf die
Oberfläche einwirkenden Kraft (z.B. der Zug der Druckfarbe bei der Übertragung
auf das Papier beim Druckvorgang) Widerstand zu leisten.
Oberflächenleimung
Leimung, die in der Leimpresse der Papiermaschine auf die
Oberfläche des Papiers aufgetragen wird. Dadurch wird die Oberfläche
verfestigt, um eine bessere Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit zu erreichen.
Obersieb
Modernes Blattbildungssystem an Papiermaschinen.
OCR-Papier – "Optical Charakter Recognition"
Klarschrift-Belegleser-Papier.
Offsetpapier
Sammelbegriff für viele holzfreie und holzhaltige
Naturpapiere sowie für ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder
maschinenglatter Ausführung (Glättwerk), die im Offsetdruck verarbeitet werden.
Opazität
Bezeichnung für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Wenn
beide Seiten eines Papiers bedruckt werden sollen, ist diese Eigenschaft
besonders wichtig. Die Opazität wird dadurch erhöht, daß
man der Papiermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder
Titandioxyd zusetzt. Durch die Füllstoffe entsteht gleichzeitig auch eine
glattere Oberfläche.
Optische Aufheller
Fluoreszierende Stoffe, die der Papier- oder Streichmasse
zugegeben werden. Durch Umwandlung von UV-Licht in sichtbares, blaues Licht
lassen sie dem Betrachter das Papier unter Tageslicht weißer erscheinen. Durch
die Zugabe solcher Substanzen kann der Weißgrad von Naturpapier und auch von
gestrichenen Papieren erhöht werden.
otro = "ofentrocken"
Diese Bezeichnung dient der Bestimmung des Trockengehaltes
von Faserstoffen und von Papier, Karton und Pappe (früher: atro
= absolut trocken). DIN 6730 sagt: "Verhältnis der Masse eines Werkstoffes
nach Trocknung unter festgelegten Bedingungen zur Masse bei der Probenahme (‹
absolut trocken); (z. B. angewandt auf Zellstoff siehe DIN EN 20638)".
PtopPack-Papier
Oberbegriff für eine sehr bedeutende und vielfältige Gruppe
der Papiere, die zum Schutz und zur werblichen Ausstattung des Verpackungsgutes
dienen. Die zahlreichen Sorten erfüllen die unterschiedlichsten Anforderungen
(z.B. Reiß-, Scheuer-, Dampf-, Aromadichtigkeit). Sie sind je nach
Rohstoffeinsatz eingeteilt in folgende Gruppen: AP-Packpapiere bestehen zu mehr
als 50% aus regenerierten Papierstofffasern (Altpapier), der Rest aus
Papierzellstoffen. ZP-Papiere bestehen überwiegend aus
Frischfasern-Sulfitzellstoffen mit nur geringen Altpapierzusätzen.
Kraftzellstoff-Papiere müssen midestens 50%
Frischfasern-Sulfatzellstoffe und weniger als 50% Kraftpapierabfälle enthalten.
Pack-Seidenpapier
Dünnes Packpapier (unter25g/qm), teilweise mit besonderen
Eigenschaften z.B. farbig als Flaschenseiden; knotenfrei als Zwischenlage bei
Spiegeln; chlor- und säurefrei für Edelmetallverpackungen.
Packkrepp
Packpapier, daß durch Kreppung besonders dehnfähig gemacht wurde. Zum Verpacken
von unregelmäßig geformten Gegenständen (z.B. Maschinen).
Palette
Mengeneinheit von ca. 500kg Papier. Der Name wurde von dem
mit Gabelhubwagen unterfahrbaren Palettenbrett übernommen.
Paperback
(engl.) Kartonumschläge für Taschenbücher (Fadenheftung,
Klebebindung, Einhängung).
Papier
Erzeugnis aus mechanischen oder chemisch freigelegten
Pflanzenfasern, die in wässriger Suspension miteinander verfilzt und - unter
Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim - zu einer
Blattform verarbeitet werden. Oder, laut DIN 6730: "ein flächiger, im
wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der
durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird.
Dabei entsteht ein Faserfilz, der umschließend verdichtet mit getrocknet
wird".
Papierdicke
Mit sog. Dickemessern feststellbare Bogenhöhe, die bei
gleichem Flächengewicht des Papiers unterschiedlich sein kann. Formel:
Papierdicke (mm) / Flächengewicht (kg) = Volumen.
Papierformat
Wird bestimmt durch Breite und Länge (in cm) des
Papierbogens (DIN-Format).
Papiergewichte
a.) Flächengewicht = g/qm b.) Bogengewicht = g/Bogen c.)
1.000 Bogengewicht = kg/1.000 Bogen d.) Rollengewicht = kg per Rolle - siehe
auch Flächengewicht.
Papiermaschine
Das zentrale Element jeder Papierfabrik. Auf bis zu mehr als
10 Metern Breite und bis zu 200 Metern Länge sind unter dem Sammelbegriff
"Papiermaschine" sehr unterschiedliche Aggregate hintereinandergeschaltet:
Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind -
bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente.
Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 Prozent
Wasser aus der Aufbereitung) gleichmäßig auf ein äußerst feines Endlossieb
aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und - außer bei sehr schnellen
Maschinen - auch seitlich geschüttelt wird. Für bestimmte Verwendungszwecke
wird das Papier außerhalb der Papiermaschine noch besonders veredelt (satiniert
bzw. geglättet).
Papiermängel
Papier ist ein Gebilde aus überwiegend organischen Fasern.
Es verlangt bei Herstellung, Oberflächenveredelung, Transport, Lagerung und
Verarbeitung sorgsame Behandlung. Bei der Herstellung sind Toleranzen in
definierten, engen Grenzen unvermeidbar. Bei der Weiterverarbeitung ist der
Schutz vor ungünstigen Witterungseinflüssen zu beachten.
Papierprüfung
Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um
Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach
genau definierten und nachvollziehbaren Wegen auf speziellen Prüfgeräten und
auch Probedruckgeräten (zur Prüfung der Bedruckbarkeit) zu überprüfen.
Papierrohstoffe
In erster Linie Holz, daneben aber auch Textilien (Hadern)
und Stroh. Ein weiterer Ausgangsstoff, der wesentlich zur Papierherstellung
eingesetzt wird, ist das Altpapier.
Papierveredelung
Das etwas porige Naturpapier kann zur Verbesserung der
Oberfläche ein- und beidseitig in einer Reihe von unterschiedlichen Verfahren
"beschichtet" werden. Mit einem Strich (z.B. China-Clay oder
Kunststoff, Farbpigmente plus Bindemittel wie z.B. Stärke), der bis zu 30% des
fertigen Papiergewichtes ausmacht.
Papiervolumen
Das Volumen eines Papiers zeigt das Verhältnis seiner Dicke
zu seinem Gewicht in g/m2. Bei normal gearbeitetem Papier mit normaler Glätte
spricht man hinsichtlich seines Rauminhaltes von einfachem Volumen oder 1/1
Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier um so griffiger, je
voluminöser es ist.
Pappe
In der Regel stärker als Karton (Flächengewicht) und hat
darum eine größere Festigkeit. Nach dem Produktionsverfahren werden
Maschinenpappen und Wickelpappen unterschieden. Verpackungskarton, Technische
und Spezial-Pappen.
Papyrolin
Papier aus einer Verbindung von Papier mit einem
Textilgewebe.
Papyrus
Vorläufer des Papiers, der diesem den Namen gegeben hat.
Hergestellt wurde es aus einem schilfartigen Sumpfgewächs (Papyrus), dessen Stengelmark in Streifen geschnitten, kreuzweise
übereinandergelegt und dann gepresst, gehämmert, geglättet und getrocknet
wurde.
Pauscht
Alte Bezeichnung aus der Zeit des Handschöpfens für einen
Stoß von 181 geschöpften Bogen, die zwischen 182 Filzen lagen und zum
Entwässern gepresst wurden.
Pergamentpapier - (genannt "Echt Pergament")
Ein kochfestes, fett- und wasserdichtes Papier. Das
Ausgangsprodukt ist ein saugfähiges Rohpapier, das in einem Schwefelsäurebad
behandelt wird, um die Papieroberfläche abzudichten. Pergamentpapier wird vor
allem zum Verpacken von Fettprodukten (Butter, Margarine) sowie für technische
Zwecke eingesetzt.
Pergamin
Aus fein gemahlenem Zellstoff hergestelltes, weitgehend
fettdichtes, aber nicht nassfestes Papier. Seine hohe Transparenz erhält es
durch sehr scharfe Satinage.
Phloroglucin
In Ethanol und Salzsäure gelöste flüssige Reagenz, die das
Lignin im holzhaltigen Papier rot färbt. Dadurch wird der Holzschliffanteil
erkennbar.
PH-Wert
Maß für die Konzentration von Wasserstoffionen in Lösungen.
Saure Lösungen haben einen pH-Wert kleiner als 7, alkalische größer als 7. Beim
pH-Wert von 7 spricht man von neutral, einem Wert, der zum Beispiel auf
entionisiertes Wasser zutrifft.
Plakatpapier
Naturpapier mit besonderen Eigenschaften für die
Bedruckbarkeit und speziellen technologischen Voraussetzungen für das Einweichen
vor der Plakatierung, für das Kleben und für die Witterungsbeständigkeit. Die
einseitig farbig gestrichene Plakatpapiere (auch in Tagesleuchtfarben) müssen
lichtbeständig und regenfest sein.
Post-Consumer-Waste - Altpapier
Der Begriff "post-consumer-waste" kommt aus dem Amerikanischen. Gemeint ist
Altpapier im Sinne der Definition nach DIN 6730. Dies können z. B. alte
Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge u. ä. sein.
Postkartenkarton
Leicht holzhaltig oder holzfrei. Er muss entsprechend der
Postvorschrift ein Mindestgewicht von 150 g/m2 haben.
Pre-Consumer-Waste - Altpapier
Der Begriff "pre-consumer-waste"
kommt aus dem Amerikanischen. Gemeint sind Sekundärstoffe im Sinne der
Definition nach DIN 6730/A1. Dies können sein: Stanzabschnitte aus der Briefhüllenfertigung
oder Randbeschnitte bei der Rollenverarbeitung u. ä.
Pressenpartie
Papiermaschinenaggregat, das sich an die Siebpartie
anschließt. Durch Press- und Saugwalzen sowie endlose Filze entwässert und
verdichtet es die Papierbahn.
Primärfaser
Frischfasern aus pflanzlichen Rohstoffen zur Herstellung von
Neupapier. Sie werden mechanisch (Holzschliff) oder durch chem. Aufbereitung
(Zellstoff) gewonnen.
Pulp
Englische Bezeichnung für den aufbereiteten,
produktionsfertigen Faserstoff.
Pulper
Maschine (Stoffauflöser) zum
Auflösen von Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier in der Papierindustrie. Dabei
wird der Stoff so stark aufgelöst, dass er pumpfähig wird und der Verarbeitung
zugeführt werden kann.
QtopQuerformat
Form eines Blattes mit langer Breite (zuerst genannt) und
kurzer Höhe (zuletzt genannt). Z.B. 42 x 29,7 cm = DIN A3 Querformat.
Querschneiden
Arbeitsgang zum Ausrüsten von Papier (Ausrüstung). Dabei
werden die auf Rollen produzierten Papier- und Kartonbahnen in einem
Querschneider auf die gewünschten Formate aufgeschnitten und auf Paletten
gestapelt.
Querschneider
Um Papierbahnen vorbestimmter Breiten in Bogen zu schneiden.
Dabei laufen die Papierbahnen in einer oder mehreren Schichten übereinander
unter einem Schlagmesser hindurch, das genau auf das gewünschte Maß eingestellt
ist.
RtopRadierfestigkeit
Eigenschaft für Transparentpapiere, Zeichenpapiere und
-kartons. Sie wird erzielt durch eine Imprägnierung oder Leimung des Papiers.
Rakelstreichmaschine
Streichmaschine für die Herstellung von gestrichenen
Papieren. Dabei wird die Streichfarbe zuerst im Überschuss auf die Papierbahn
aufgetragen und dann mit einer flexiblen Stahlklinge (Rakel) gleichmäßig
dosiert und egalisiert.
Randwelligkeit
Unerwünschte Welligkeit von Papier durch ungünstige
klimatische Einflüsse. Sie entsteht in der Regel durch ein zu trockenes Papier
oder eine zu hohe relative Feuchte im Lager-/Verarbeitungsraum (weil
ungeschützt) oder ein zu frühes Auspacken unterkühlter Papierpaletten.
Raummeter
ist eine Maßeinheit für Schichtholz. 1 Raummeter (rm) ist ein mit Holzstücken ausgelegter Raum, von 1 m3
(einschließlich der Zwischenräume). 1 Raummeter Rundholz entspricht etwa 0,75
Festmeter.
Reagenzpapiere
Papiere, die mit einem chemischen Reagenz getränkt sind zum
Nachweis gasförmiger Substanzen oder der alkalischen bzw. sauren Reaktion einer
Lösung (Indikatorpapier).
Recycling
Im weitesten Sinne als die Wiederverwendung schon
gebrauchter Materialien zu interpretieren. Recycling ist wesentlicher
Bestandteil sowohl des Umweltschutzes als auch der Rohstoffökonomie. Die Idee
des Recycling (das englische Wort hat seinen Ursprung im griechischen "cyclos" = Kreis) wird in der Papierindustrie seit
Mitte des vergangen Jahrhunderts systematisch verwirklicht.
Recycling-Papier
Papier, die aus bedruckten Altpapieren und/oder unbedruckten
Papierresten hergestellt werden. Diese Wiederaufbereitung ist ca. 7 - 8 mal
möglich. Um sie als Druckpapiere nutzen zu können, wird mit Hilfe von Laugen
und Druckluft (Floatation) die Druckfarbe des Altpapiers
entfernt.(De-Inking). Wichtigster ökologischer Aspekt
des Recycling ist, Papier im Kreislauf zu halten und damit ein Anwachsen der
Altpapiermengen auf Mülldeponien zu verhindern. Recyclingpapiere können heute
zu 100% aus Altpapier hergestellt werden.
Refiner
Kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstoffasern mit
hoher Geschwindigkeit "aufgeschlagen" (gequetscht, fibrilliert)
werden. Dies geschieht durch Reiben der Fasern untereinander und durch
Einwirken von Zentrifugalkräften zwischen feststehenden Messern/Scheiben und
einem konischen Metallgehäuse.
Reißfestigkeit
Stärkste Belastung , die Papier aushalten kann, bevor es
zerreißt - Testmöglichkeit nach DIN 53112.
Relative Feuchte
Die Verhältniszahl (in %) zwischen der Wasserdampfmenge, die
momentan in der Luft vorhanden ist, und der Wasserdampfmenge, die bei der
momentanen Temparatur von der Luft maximal
(Sättigung) aufgenommen werden kann (z.B. 45% rel. Feuchte).
Ries
Bezeichnung für eine variable Menge von Papierbogen, die in
Ries-Einschlagpapier verpackt werden.
Rohpapier
Bezeichnung für die in der Papierfabrik hergestellten
Naturpapiere, die außerhalb der Papiermaschine einer weiteren Veredelung, z.B.
durch Streichen, unterzogen werden.
Rollenschneider
Dienen dazu, die Papierbahn in Längsrichtung ein- oder
mehrmals zu teilen. Zu diesem Zweck läuft die Bahn mit hoher Geschwindigkeit
über scharfe Messerrollen (Tellermesser), die genau auf die gewünschten
Bahnbreiten eingestellt sind. Will man Formatpapiere erzeugen, so werden die
Bahnen noch über einen Querschneider geführt.
Rotationsdruckpapier
Oberbegriff für eine Vielzahl von Rollendruckpapieren,
sowohl für den Zeitungsdruck als auch für den Illustrationsdruck im
Rollen-Offsetdruck und Rollen-Tiefdruck.
Rundsiebmaschinen
Arbeiten, anders als Langsiebmaschinen, mit flachen
Siebbahnen, sondern mit Siebzylindern. Diese Rundsiebe rotieren meist in mit
Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab,
das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit
einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben und durchläuft die gleichen Stationen wie
auf den Langsieb-Papiermaschinen (Papiermaschinen). Rundsiebmaschinen haben den
Vorteil, dass sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, daß mehrere Papierbahnen nass zusammengeführt (gautschen)
und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie
vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein.
Rupffestigkeit
Wichtige Festigkeitseigenschaft für Papiere, die im
Offsetdruck bedruckt werden sollen.
StopSäurefreie Papiere
Papiersorten, die keine Säure und auch keine
Restchemikalien, die Säure produzieren, enthalten. Wenn von einem Papier
Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Papiere zu bevorzugen.
Satinage
Bezeichnet das Glätten der Oberfläche eines Papiers in einem
Kalander. Dadurch ergibt sich die gewünschte Oberflächencharakteristik des
Papiers.
Satiniert
Papiere, für deren Verwendungszweck (bedrucken mit feinem
Raster) die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der Papiermaschine nicht
ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem Kalander, einem System
übereinanderliegender, meist beheizter Stahlgusswalzen und Papierwalzen, durch
die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.Sauerstoffbleiche
Bleichverfahren mit sauerstoffhaltigen Bleichmitteln (z.B.
Sauerstoff, Wasserstoffperoxid). Führen zu keinerlei Belastungen mit
organischen Chlorverbindungen – siehe auch Bleichen.
SC-Papiere - SC = "supercalandered"
Sind Papiere mit stark verdichteter Oberfläche bzw. im Kalander
geglättete Papiere für den Rollenoffset- und Rollen-Tiefdruck.
Schmalbahn
Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines
Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der
Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden.
Schreibmaschinenpapier
Schreibmaschinenpapiere sind weiße oder farbige
Naturpapiere, speziell zur Verwendung im Büro.
Schreibpapiere
Weiße oder farbige, holzfreie oder holzhaltige aber auch mit
Sekundärfasern gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung. Durch eine Satinage
erhalten sie im Kalander eine verdichtete und glatte Oberfläche.
Schrenzpapier
Einfachstes AP-Papier, das ausschließlich aus unsortiertem
Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt
und hat ein Flächengewicht von 80 g/m2 und mehr. Es dient vorwiegend als
Ausgangsstoff für verschiedene Wellpappen.
SD-Papier
Gruppe der selbstdurchschreibenden Papiere, die Anfang der
50er Jahre in Amerika entwickelt wurden. Sie ermöglichen die Durchschrift ohne
Kohlepapier. Von den unterschiedlichen Technologien hat das chemische
Reaktionspapier die größte Verbreitung. In Mikrokapseln eingebettete Farbstoffe
werden durch Druck zerstört und bewirken auf einer chemisch behandelten
"Nehmerschicht" eine farbige Reaktion. Dabei heißt: CB = coated backside (Oberblatt) CF = coated frontside (Unterblatt) CFB
coated front- and backside
(Mittelblatt).
Seidenpapiere
Sind - unabhängig vom eingesetzten Faserstoff - alle Papiere
bis zu einem Flächengewicht von 30 g/m2. Sie dienen vorwiegend zum Verpacken
empfindlicher Gegenstände.
Sekundärfasern
Fasern für die Papierherstellung, die die Papier- oder
Pappeerzeugung bereits durchlaufen haben (DIN 6730/A1) – siehe auch Altpapier,
Post-consumer-waste, Pre-consumer-waste.
Selbstdurchschreibepapier
Funktionspapiere, weiß und farbig, für die Herstellung von
Mehrfachformularen.
Sieb
Metalltuch, das aus Drähten oder Kunststofffäden gewebt wird
und als endlose Bahn in einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und
Entwässerung der Fasersuspension dient, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird
(Siebpartie).
Siebseite
Bezeichnet die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung
in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei
Faserstoffen niedrigerer Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes
auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger
Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die
dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des höheren
Füllstoffgehalts als "Schönseite" oder "Schöndruckseite"
bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die
Papiermacher den Begriff "Zweiseitigkeit" geprägt.
Spielkartenkarton
Ein aus mehreren Lagen bestehender geklebter Karton bester
Qualität. Die äußeren Lagen sind hochweiß, während die Mittelschichten oftmals
gegen ein Durchscheinen grau bis schwarz gefärbt sind.
Stoff
Ausdruck in der Papierindustrie für die aus Fasern und einer
Vermengung aus Fasern und Zutaten aller Art hergestellte Mischung dieser
Bestandteile mit Wasser.
Stoffaufbereitung
Behandlung und Veränderung von Fasern sowie das Mischen von
Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechend der auf der
Papiermaschine zu produzierenden Papierqualität.
Stoffauflauf
Wichtiger Bestandteil einer Papiermaschine. Er hat die
Aufgabe, den Stoff nach der Stoffaufbereitung dem Sieb in einer vorgegebenen
Menge zuzuführen.
Stoffdichte
Begriff für den Anteil von Fasern und Füllstoffen in einer
Aufschwemmung mit Wasser, ausgedrückt in Prozent. Eine Stoffdichte von 5% sagt
aus, dass in der Stoffsuspension von 100% fünf Prozent Feststoffanteile als
Fasern und Füllstoffe enthalten sind.
Streichmaschine
Maschine zur maschinellen Herstellung von gestrichenen Papieren.
Sie hat die Aufgabe eine bestimmte Streichfarbe auf die Oberfläche des
eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers zu übertragen.
Strohzellstoff
Durch Häckseln, mechanische Behandlung und chemisches
Aufschließen (Zellstoff) des Strohs gewonnen. Der Anteil am Rohstoffverbrauch
der deutschen Papierindustrie macht höchstens noch 0,2 Prozent aus.
Sulfatzellstoff (auch: Natronzellstoff)
Entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in Ätznatronlauge
mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch
harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird
es möglich, die für die Papierfestigkeit günstigen langen Fasern der Kiefer
aufzuschließen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen
Zellstoff hervor. Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als
Sulfitzellstoff.
Sulfitzellstoff
Entsteht, wenn in Schnitzel zerhacktes Fichten- oder
Laubholz in einer Lösung aus Kalzium- oder Magnesiumbisulfit
und schwefliger Säure gekocht wird. Sulfitzellstoff hat gegenüber dem
Sulfatzellstoff den Nachteil kürzerer Fasern - gleichbedeutend mit geringerer
Festigkeit im Papier -, ist aber leichter zu bleichen.
SWAN LABEL
Der SWAN LABEL ist ein Umweltzeichen für Feinpapiere. Das
nordische Umweltzeichen wird vom Institut für Normung SIS vergeben. Eine
neutrale, internationale Kontrollinstanz beurteilt nicht nur das Produkt
selbst, sondern auch den Herstellungsprozess. Zielsetzung: Der nordische Schwan
soll dem Käufer helfen, unter dem Warenangebot die am wenigsten umweltbelastenden
Produkte auswählen zu können und die Hersteller zu Produktentwicklungen zu
motivieren, die Rücksicht auf Gesundheit und Umwelt nehmen. Erfüllt ein
Feinpapier die gestellten Bedingungen, muss der Hersteller bei der Bewerbung um
das Umweltzeichen sämtliche technischen Daten des Produktes und der Herstellung
offen legen. Weiterhin muss er damit einverstanden sein, dass eine unabhängige
Organisation kontinuierlich die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert. Die
Lizenz für den nord. Schwan gilt für die Dauer von max. 3 Jahren und kann
jederzeit widerrufen werden, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden. Die
grundlegenden Kontrollen des Swan-Zeichens für die ganzheitliche
Papierherstellung beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen bei der Zellstoff-
und der Papierherstellung in die Umwelt.
Synthetische Papiere
Nach DIN-ISO 6730 sind Synthesefaser-Papiere ein
"flächiger, im Wesentlichen aus Chemiefasern bestehender Werkstoff".
TtopTabellierpapier
Unbedrucktes oder mit dünnen, hellen auf Endlosformularmaschinen
bedrucktes Endlospapier mit Führungslochrand zum Einsatz in Datendruckern.
Tambour
Nennt man die Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres
Laufes durch die Papiermaschine aufgewickelt wird.TCF – "totally chlorine free" (total – chlorfrei)
Zellstoffe zur Herstellung dieser Papiere werden weder mit
Elementarchlor noch mit Chlorverbindungen gebleicht. Die Bleiche erfolgte in
der Regel mittels Sauerstoff und Wasserstoffperoxid.
Technische und Spezial-Papiere
Umfassen die unterschiedlichsten Arten von Papier für
spezielle Anwendungsbereiche, z. B. Dekorpapiere für die holz- und
möbelverarbeitende Industrie, Kondensatorpapier, Karbonrohpapier (das zu
Kohlepapier weiterverarbeitet wird), verschiedene Filterpapiere, Fotopapiere,
Zigarettenpapier und viele andere.
Technische und Spezial-Pappe
Meist Hartpappen für technische Verwendungszwecke wie z.B.
Karosseriepappe, Schuhpappe, Kofferpappe, Lederfaserpappe, Pressspan- und
Matrizenpappe. Auch Maschinenpappen wie Rohdachpappe (die zu Dachpappe
weiterverarbeitet wird) und Unterlagspappe, sowie
eine ganze Reihe weiterer Pappen für Spezialanwendungen zählen dazu.
Tellern des Papiers
Das Tellern eines Papiers entsteht dann, wenn die relative
Stapelfeuchte höher ist als diejenige der umgebenden Raumfeuchte (bei gleicher
Temperatur): Die Fasern geben Feuchte ab (bis zur Gleichgewichtsfeuchte). Dies
führt zur einseitigen Schrumpfung der Bogenkanten im Stapel.
Testliner
Bezeichnet den Deckenstoff für Voll- und Wellpappen mit
garantierten Festigkeits-eigenschaften. Testliner hat
meist ein Flächengewicht von 120 - 320 g/m2.
Thermosensitives Papier
Mit wärmeempfindlicher Schicht versehenes Papier, das sich
bei einem sehr kurzen Kontakt mit einem erhitzten Schreibkopf eines
EDV-Druckers oder im FAX-Gerät verfärbt und dadurch "beschriftet"
wird.
Tiefdruckpapier
Meist holzhaltiges, satiniertes Druckpapier, das gleichmäßig
saugfähig ist und absolut gleiche Farbannahmefähigkeit hat.
Tissue
Ein dünnes Hygienepapier aus Zellstoff oder Altpapierstoff.
Es wird - meist mehrlagig - beispielsweise zu
Toilettenpapier, Papiertaschentüchern oder Kosmetiktüchern verarbeitet.
TMP – "Thermo Mechanical Pulp"
Thermomechanischer Holzstoff wird durch Mahlung von
vorgewärmten Holzschnitzeln bei Temperaturen um 130° C hergestellt. Das
TMP-Verfahren ermöglicht eine schonendere Zerlegung des Holzes in Einzelfasern
als beim "normalen" Holzschliffverfahren.
Transferdruckpapier
Papier, das als Bedruckstoff beim Thermodruck verwendet
wird.
Transparentpapier
Papiere mit hoher, gleichmäßiger Transparenz. Sie wird
erreicht durch eine sehr schmierige Mahlung. Verwendet wird 100%
Langfaserzellstoff, um die notwendige Festigkeit zu erhalten.
Transparenz
Bei Papier ist damit die Durchsichtigkeit gemeint (Gegensatz
Opazität).
Triplexkarton
Karton, der aus drei verschiedenen Stofflagen besteht.
Trockenpartie
Wesentlicher Bestandteil einer Papiermaschine. Nach der
mechanischen Entfernung des Wassers aus der Papierbahn in der Pressenpartie
erfolgt in der Trockenpartie eine weitere Entfernung von Wasser durch
Wärmeeinwirkung.
UtopULWC-Papiere – "Ultra Light Weight Coated Paper"
Ultraleicht gestrichenes Papier speziell für den
Rollenoffset- und Rollentiefdruck.
Umschlagkarton
Naturkarton, der neben seinem ursprünglichen Einsatzzweck
für Drucksachen verwendet wird, für die es eine große Auswahl an
zusammenpassenden Farben und Gewichten geben muss - Flächengewicht: 130, 170,
300 g/m².
Umweltschutzpapier
Der Begriff ist irreführend (Papier schützt nicht die
Umwelt). Im Markt ist diese Bezeichnung nur noch selten anzutreffen. Papiere
dieser Art unterscheiden sich von Recyclingpapieren dadurch, dass der
Stoffeintrag in Form von Altpapier nicht deinkt wird,
was zu einem niedrigen Weißgrad und zu einer begrenzten Einsatzfähigkeit
führen.
Ungestrichener Karton
U (Chromoersatzkarton (UC) nimmt
hier eine Sonderstellung ein. Seine hochwertige Vorderseite aus Zellstoff ist
matt und gut zu bedrucken).
VtopVDP – "Verband Deutscher Papierfabriken e. V."
VDP ist der industrielle Spitzenverband der deutschen Zellstoff-
und Papierindustrie. In ihm haben sich - nach dem Stand vom Dezember 2006 - 102
Unternehmen zusammengeschlossen, die 130 Produktionsstätten in Deutschland
haben. Der VDP repräsentiert über 90 Prozent von Produktion und Umsatz der
Branche. 2006 wurde mit 22,6 Mio produzierten Tonnen
Papier, Karton und Pappe ein Umsatz von 14 Mrd. Euro erzielt. Hinzu kamen 1,5
Mio. Tonnen Zellstoff, die zu ca. 75 Prozent integriert zu Papier und Karton
verarbeitet werden. Damit ist der VDP Sprecher und Interessenvertreter der
größten nationalen Papierindustrie Europas.
Velinpapier
Bezeichnung für ein Papier mit glatter Oberfläche und
geschlossener, ruhiger Durchsicht. Sie stammt noch aus der Zeit der manuellen
Papierherstellung.
Velour-Papier
Nachträglich mit Woll- oder Konststoffasern
beflocktes Papier. Mit plüschartiger Oberfläche als Bezugspapier für
Feinkartonagen und z.B. Besteckkästen.
Verbundpackstoff
Packmaterial, das zur Addition mehrerer erwünschter
technischer Eigenschaften aus verschiedenen Verbundmaterialien kaschiert,
verschmolzen oder verklebt wird.
Veredeltes Papier
Durch Zusatzstoffe in der Papiermasse oder durch
Oberflächenbehandlung werden diese Papiere an spezielle Einsatzzwecke angepaßt (z.B. naßfeste Papiere, siliconisierte Papiere, beschichtete Papiere, gestrichene
Papiere).
Vergilben
Durch Licht- und Sauerstoffeinwirkung verfärben sich
insbesondere bei holzhaltigen Papieren die im Holz enthaltenen Lingine und andere verholzte Fasern.
WtopWalzenglättwerk / Walzenstreichverfahren
Verfahren, bei dem der Auftrag und die gleichmäßige
Verteilung der Streichfarbe auf der Papieroberfläche noch in der Papiermaschine
(ist veraltet) oder in der Streichmaschine nach verschiedenen Systemen und mit
unterschiedlichen Walzen erfolgt.
Wasserstoffperoxyd - siehe SauerstoffbleicheWechselbahn
Wenn zur Ausnutzung der Arbeitsbreite einer Papiermaschine
aus den gefertigten Rollen sowohl in Schmal-, wie Breitbahn Bogen geschnitten
werden, spricht man von Wechselbahn.
Weisse
Ein sehr entscheidendes Kriterium für die qualitative
Zuordnung von Papier. Die Weiße (der Weißgehalt) wird gemessen im Vergleich zu
Magnesiumoxyd, dessen Rückstrahlvermögen für Licht aller Farben gleich 100%
gesetzt wird (nicht zu verwechseln mit Farbort).
Wellpappe
1871 in den USA erfunden. Wegen seiner guten
Verpackungseigenschaften setzte sich das neue Material weltweit schnell durch.
Die Jahresproduktion der Wellpappenpapiere in der Bundesrepublik lag 2006 bei
6,3 Millionen Tonnen. Hergestellt wird Wellpappe, indem eine Papierbahn, der sogenannte
Wellenstoff (häufig aus Halbzellstoff), zwischen zwei Riffelwalzen
hindurchgeführt und dabei mit Druck und Hitze in Wellenform gepresst wird.
Dieses gewellte Papier wird danach in der gleichen Maschine ein- oder
beidseitig mit einer glatten Papierbahn beklebt. Außerdem kann man sie je nach
Anforderung in mehreren Lagen verarbeiten.
Werkdruckpapier
Ein maschinenglattes, holzfreies oder leicht holzhaltiges
Druckpapier mit mehr oder weniger Füllstoff auf höchstmögliches Volumen
gearbeitet.
Wickelpappen
Handpappen werden auf Wickelpappenmaschinen mit ein oder
zwei Rundsieben hergestellt, wobei die nasse Pappe auf einer sogenannten
Formatwalze zur gewünschten Stärke aufgewickelt und dann in weiteren
Arbeitsgängen gepresst und getrocknet wird.
Widerdruckseite
Widerdruck- und Schönseite sind Gegensätze. Sie entsprechen
den Bezeichnungen Sieb- und Filzseite der Papierhersteller.
X/Y/ZtopXerographiepapier von "xero" (griechisch ="trocken")
Papier mit einem geringeren Feuchtigkeitsgehalt als
allgemein üblich. Es hat eine gleichmäßig widerstandsfähige Oberfläche und eine
sehr geringe Neigung zum Stauben. Aufgrund dieser Merkmale ist es besonders gut
geeignet für Fotokopien oder auch Druckarbeiten, die später noch zusätzlich
fotokopiert werden müssen.
Zeitschriften-Papier
Früher stark satiniertes (Illustrationsdruck), schon seit
längerem meist maschinengestrichenes Druckpapier, auch Magazinpapier genannt.
Für den Rollendruck auch mit Fertiggewichten unter 60g/qm als LWC-Papier (light weight coated).
Zeitungsdruckpapier
Stark holz- oder altpapierhaltiges, maschinenglattes oder
leicht geglättetes Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 52 g/m2,
Standardgewichte: 45 und 48,8 g/m2. Da dieses überwiegend für den (schnellen)
Rotationsdruck bestimmt ist, muss es die Farbe schnell aufnehmen, also gut
saugfähig sein. In der Bundesrepublik Deutschland wird Zeitungsdruckpapier
durchweg auf Basis Altpapier hergestellt (De-Inking).
Der rechnerische Verbrauch (= Erzeugung + Import - Export) lag im Jahr 2006 bei
2,7 Mill. Tonnen.
Zellstoff
Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserrohstoffen durch
chemischen Aufschluss gewonnen wird und als Hauptbestandteil Zellulose neben
anderen Stoffen wie Hemizellulose, Restlignin und
organische Stoffe enthält. Dabei wird das Holz (Laub- und Nadelhölzer) zunächst
mechanisch in Hackschnitzel zerkleinert. Diese werden dann mit einer
Kochflüssigkeit (Kochung) imprägniert und unter Druck und Temperatur über
mehrere Stunden gekocht und gebleicht (Bleichen). Es gibt verschiedene
Kochprozesse. Am Schluss der Verarbeitung wird der fertige Zellstoff getrocknet
und zu Platten gepresst oder direkt über eine Pipeline an die Papierfabrik
geliefert.
Zellulose
Ist die häufigste, natürlich vorkommende, organische
Verbindung. Die Zellwände der Pflanzen bestehen aus diesem Faserstoff. Im Holz
ist die Zellulose mit Lignin und anderen Bestandteilen der Zellwand verbunden.
Zigarettenpapier
Glimmfähiges, sehr dünnes, geruch- und geschmackloses
Papier. Die Glimmfähigkeit wird erreicht durch spezielle Imprägnierungen.
ZP-Papiere
Sulfitzellstoffpapiere, für deren Herstellung mindestens 65
Prozent Frischfaserstoff (Sulfitzellstoff und Holzschliff und höchstens 30
Prozent Altpapier eingesetzt werden.
Zweiseitigkeit - siehe Filzseite, Siebseite